immer und ernſtlich gezweifelt, ſie würden geglaubt haben, von einem Traume genarrt zu werden.
Dieſe beiden Perſonen hießen Reinhold und Abel von Geldberg.
Man beurtheile es ſelbſt. Der junge Abel kam eben auf ſeinem Lieblingspferde Luzarches, von der erſten Station auf dem Wege nach Holland, zurück, wo er nach einer warmen Umarmung den nach Am— ſterdam reiſenden Baron von Rodach verlaſſen hatte.
Ein Irrthum oder ein Betrug war gar nicht möglich. Abel hatte den Baron begleitet und anderthalb Stunde neben ihm im Poſtwagen geſeſ⸗ ſen; er hatte ihm die nöthigen Nachweiſungen gegeben, welche der Baron zu der Unterhandlung mit Fabricius van Praet brauchte.
Wie konnte er ſich alſo irren? Er kannte Rodach ſeit dem vorigen Tage und der Eindruck, den dieſer merkwürdige Mann auf ihn gemacht hatte, war tief und noch ganz friſch. Abel hatte nicht Zeit gehabt ihn zu vergeſſen. Deshalb würde ihm ſchon der Gedanke an einen Zweifel lächerlich und unmöglich vorgekommen ſein; er kam im Trabe zurück, zufrie⸗ den mit dem Baron und namentlich mit ſich ſelbſt ſelbſt ſehr zufrieden.
Er hatte ſich ſo klug benommen, eine ſo ſchlaue Diplomatie bei der ganzen Sache gezeigt! Seine Aufgabe war vollendet; er konnte von nun an in


