Teil eines Werkes 
7. - 8. Bd. (1846)
Entstehung
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V

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1 171 f Der Weinſchenk Johann theilte den noch übrigen Branntwein. Sein Kopf fing an zu ſchwindeln; er hielt noch an ſeiner Aufgabe feſt, aber er war eigent⸗ lich mehr betrunken als ſein Gefährte.

¹Auf Dein Wohl, Alter! rief er freudig,

und auf das Deiner Braut! Ich werde bei dem 1 Dorn um das Mädchen anhalten wenn Du willſt und liefere zur Hochzeit den Wein umſonſt.

Fritz trank langſam ſein Glas aus und lächelte noch immer, aber der Schlaf bemächtigte ſich bereits allmälig wieder ſeiner.

Es iſt ein ſchöner Traum, ſagte er,wäh rend ſein Kopf wankte;ich ſah ſie heute früh. Ihre Mutter konnte kaum ein freundlicheres Lächeln haben. Um dieſen Preis, glaube ich, gäbe ich Dir den Reſt meiner Seele, Satan.

Seine Augenbrauen zogen ſich zuſammen und er ſtützte ſich mit beiden Elnbogen auf den Tiſch.

Sind wir einig? fragte Johann.

Fritz ſah ihn an und nickte.

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Drei! ſagte der Weinſchenk, der mit Mühe aufſtand;ich habe das Geld freilich ſchwer ver

dient. Aber wo finde ich den vierten? Es war mir doch als hätte ich eine Idee..

2 Er ſah im Saale umher und zählte an den Fin⸗ gern: Malou, der Dachs und Fritz. 8

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