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1 171 f Der Weinſchenk Johann theilte den noch übrigen Branntwein. Sein Kopf fing an zu ſchwindeln; er hielt noch an ſeiner Aufgabe feſt, aber er war eigent⸗ ’ lich mehr betrunken als ſein Gefährte.
¹„Auf Dein Wohl, Alter!“ rief er freudig,
„und auf das Deiner Braut! Ich werde bei dem 1 Dorn um das Mädchen anhalten wenn Du willſt und liefere zur Hochzeit den Wein umſonſt.“
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Fritz trank langſam ſein Glas aus und lächelte noch immer, aber der Schlaf bemächtigte ſich bereits allmälig wieder ſeiner.
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„Es iſt ein ſchöner Traum,“ ſagte er,„wäh— rend ſein Kopf wankte;„ich ſah ſie heute früh. Ihre Mutter konnte kaum ein freundlicheres Lächeln haben. Um dieſen Preis, glaube ich, gäbe ich Dir den Reſt meiner Seele, Satan.“
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Seine Augenbrauen zogen ſich zuſammen und er ſtützte ſich mit beiden Elnbogen auf den Tiſch.
„Sind wir einig?“ fragte Johann.
Fritz ſah ihn an und nickte.
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„Drei!“ ſagte der Weinſchenk, der mit Mühe aufſtand;„ich habe das Geld freilich ſchwer ver—
dient. Aber wo finde ich den vierten? Es war mir doch als hätte ich eine Idee..“
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2 Er ſah im Saale umher und zählte an den Fin⸗ gern: Malou, der Dachs und Fritz. 8
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