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Ihre Abneigung, mit dem Ritter zuſammen zu treffen war vielmehr ſo groß, daß ſie faſt gar nicht mehr in den Palaſt Geldbergs ging, ob ſte gleich da eine Freundin hatte. Sie und Lea kannten einander zwar erſt ſeit einem Jahre, aber liebten einander und der Widerwille Deniſes mußte ſehr groß ſein, da ſie die arme Lea ſo in ihrer Einſamkeit verließ. Sie kannte die Pläne ihrer Mutter und wenn dieſe einige Worte von der Heirath fallen ließ, wurde ſie traurig.
So ſind die jungen Mädchen alle, wenigſtens ſagen es die Frauen, welche nahe an die e Wierzig ge⸗ kommen ſind und ein Intereſſe dabei haben, ſich nicht mehr zu erinnern.
Dieſen Morgen war das Geſicht Deniſes noch betrübter als gewöhnlich. Das Schwächliche und Zarte in ihr trat mehr hervor; ihre zu ſchlanke Ge⸗ ſtalt brach faſt zuſammen; ihre großen matten Au⸗ gen waren von bläulichen Ringen umgeben und ihre bleiche Stirn neigte ſich unter der Laſt eines gehei⸗ men Schmerzes.
Deniſe ſetzte ſich bisweilen ſo mit mattem, lei⸗ dendem Ausſehen zum Frühſtück nieder und Frau von Audemer ſagte dann, ſie ſei krank und brachte ihr Arzneien.
Am andern Tage kam Deniſe friſch, lachend und ſchöner wieder; die Jugend hatte geſtegt. Die Frau von Audemer glaubte, ſie habe ſie geheilt.
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