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Helene, die von den Ereigniſſen nichts wußte, welche der Abreiſe ihres Gatten vorausgegangen waren, und die jenen Jacob Regnault nicht einmal kannte, welcher das Hauptwerkzeug ihres Un⸗ glücks geweſen war, ließ Nachforſchungen in Deutſchland anſtellen und erfuhr gleichzeitig, daß das von ihrem Vater nachgelaſſene Vermögen ganz geſtohlen worden und die ungeheure Beſitzung Gün⸗ thers von Bluthaupt, ihres Oheims, ebenfalls in die Hände Fremder gekommen wäre.
Von dieſer Seite hatte ſte nichts mehr zu hoffen. Die Familie ihres Gatten war ihr faſt unbekannt und Raymond ſelbſt hatte oft in ihrer Gegenwart ge⸗ ſagt, alle ſeine Verwandten wären ſo arm als er.
Sie blieb allein mit dem kleinen Julian, der ſechs Jahre alt war und Deniſe, die ſie kürzlich ge⸗ boren hatte.
Es waren ſchlimme Jahre und die arme Frau würde die zu ſchwere Laſt nicht haben ertragen kön⸗ nen, wenn ihr nicht zuweilen die Baſtarde zu Hilfe gekommen wären.
Otto, Albert und Götz waren zwar arm, wuß⸗ ten aber immer einige Dukaten zu ſinden, wenn ein gutes Werk zu thun war.
Helene erzog ihre Kinder wie ſie konnte; ſie war eine gute Mutter und ihre Mutterliebe gab ihr Hilfs⸗ quellen, die ſie nicht hatte. Julian und Deniſe em⸗


