Teil eines Werkes 
5. - 6. Bd. (1846) Der Sohn des Teufels. 5. - 6. Bd.
Entstehung
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Julian und das Portrait des Vicomte, denn Helene hielt das Andenken an ihren Gatten hoch und werth.

Man brauchte ſie übrigens nur zu ſehen, um ihr Herz und ihren Geiſt zu errathen. Sie war eine vortreffliche, ſanfte, mildthätige und des Haſſes un fähige Frau, aber auch ſchwach, von mäßigem Ver⸗ ſtande und faſt ohne Willen.

In der Geſellſchaft galt ſie für geiſtreich, aber der eigentliche Verſtand hat mit dem, was man geiſtreich zu nennen pflegt, wenig zu ſchaffen. Man hat ſchon ſogenannte geiſtreiche Leute geſehen, die Schwachköpfe waren.

Die Frau Vicomteſſe von Audemer war nach dem Tode ihres Gatten lange arm geweſen. Sie kannte damals nichts von den Geſchäften Raymonds von Audemer, der unter dem Vorwande abgereiſet war, die Nachlaſſenſchaft des Grafen Ulrich in Empfang zu nehmen und nichts wieder hatte von ſich hören laſſen.

Ein Brief von Otto, dem Baſtard Bluthaupts, hatte ihr den Tod des Vicomte angezeigt ohne Ein⸗ zelnheiten anzuführen und wenn die Baſtarde ſpäter in Paris geweſen waren, hatten ſie die Sache im⸗ mer mit einem gewiſſen Geheimniß umgeben.

Die beiden andern, Albert und Götz, ſagten nicht mehr davon als Otto, denn ſein Wille ſchien für alle Geſetz zu ſein.

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