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ſtätigen konnten, wunderten ſich nicht darüber, denn ſie kannten die Familie Bluthaupt und wußten, daß die Kinder dieſes edeln Geſchlechts alle einander gleich waren.
Sie hatten in den Sälen des alten Schloſſes die Bilder der Töchter und Söhne Bluthaupts geſehen, die einander ſeit Jahrhunderten außerordentlich gli⸗ chen; ſie hatten Günther, Ulrich, Helene und Mar⸗ garethe geſehen, die, abgerechnet das Alter und das Geſchlecht, ſämmtlich ähnliche Züge hatten; auch wußten ſie von Hörenſagen oder ſonſt, daß dieſelbe Eigenthümlichkeit ſich noch auffallender bei den drei Baſtarden von Bluthaupt zeige, welche in dem Ge— fängniß zu Frankfurt den Mord des Senators Za⸗ chäus Nesmer büßen ſollten.
Die Frau Vicomteſſe von Audemer hatte ſich etwas als junge Frau gekleidet und man ſah, daß ſie trotz der frühen Morgenſtunde bereits eine gewiſſe Zeit vor ihrem Spiegel beſchäftigt geweſen war. Ihr Haar, das dünn zu werden anfing, war ſorg— fältig geordnet; ihr enganliegendes Kleid bekämpfte nicht ohne Erfolg die zu üppige Entwickelung einer Geſtalt, die ſonſt tadellos geweſen ſein mußte. Als Broche trug ſie ein Medaillon gleich dem, welches wir früher in den Händen Raymonds von Audemer ſahen.
Dieſes Medaillon enthielt Haare von dem Kinde


