457 nhute Offizieren. Jeden Augenblick brachten Couriere und e der Staffetten Meldungen aller Art, und Soldaten ver— ſchiedener Waffen, die hier zu thun hatten und aus—
Najer und eingingen, machten das Getreibe noch lebendiger. nun In der Küche, im Hof, in den Ställen, Remiſen und 1, wo Stallungen tummalte ſich ein kleines Hoflager umher.
die Bediente, Reitknechte, Tafeldecker und Silberdiener
liefen durcheinander und rannten nicht ſelten mit den der 8 Kellnern zuſammen, die ſich durch die fremde Bedienung in ihrem Hausrecht einigermaßen gekränkt fanden. Als es Abend wurde, füllte ſich die Straße in der Nähe des Zähringer Hofes mit ſpazierengehenden Soldaten, die Arm in Arm herbeikamen, um einer
ſſchen
ffion großen militäriſchen Serenade zu lauſchen, mit wel— * cher der Prinz von Preußen am Tage ſeiner Ankunft ſetzte bewillkommt wurde. Bald waren die Straßen dicht — beſetzt mit Soldaten und Einwohnern der Stadt, und e be aus den geöffneten Fenſtern horchte eine zahlreiche Taer Damenwelt in der lauen, angenehmen Abendluft den
Klängen der preußiſchen Militärmuſik. Die Muſiker, ſie waren vom 17. Regiment, Rheinländer, ſtanden bn im Kreiſe und kleine Freiburger Gaſſenjungen hielten ihnen die Notenblätter und thaten das eben ſo ſicher und gewandt, wie es noch vor Kurzem die jugend— lichen Straßenbummler von Köln gethan.
Die alten Gaſſen des ſtrengkatholiſchen Freiburg
dern Hacklänvder, Soldatenleben im Krieg. II. 30


