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bekamen zuerſt die Piushymne zu hören, was auch dem ſchwarzen finſtern Münſter, der ernſt auf das Gewühl ſchaute, nicht übel zu gefallen ſchien. Nach dem Hanſeemarſch in ſeiner friſchen muntern Weiſe ſtiegen die ernſten melancholiſchen Klänge ſchwäbiſcher Volkslieder zu dem Nachthimmel hinauf und grüßten die Weinberge des Breisgaues. Von einem dieſer Lieder fielen mir zufällig ein paar Strophen ein, die, wenn ich nicht irre, heißen:
„Ueber's Jahr, über's Jahr, wenn ich wiederum komm', Kehr ich ein mein Schatz bei dir.“
Ich weiß nicht, warum ſie mir heute Abend ſo be deutungsvoll in die Ohren tönten.
Den Schluß der Serenade machte:„Heil dir im Siegeskranz“ und das bekannte Preußenlied.
Als die Muſik ſchwieg, trat ein Landwehrmann aus dem Haufen ſeiner Kameraden, nahm ſeine Mütze ab, blickte zu dem geliebten Heerführer auf, der auf dem Balkon des Hauſes ſtand, und brachte drei Hur rah dem Prinzen von Preußen, zu denen die Worte waren: er ſolle leben, immer und ewig! Tauſende ſtimmten ein und die Soldaten zogen darauf unter den Klängen des preußiſchen Zapfenſtreiches luſtig nach Hauſe.
Des andern Tages wandte auch ich mich nach


