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Beſatzung die Amneſtie in Anſpruch nehmen, welche am 5. oder 6. Juli für alle diejenigen erlaſſen wor— den, die bis zum 15ten zum Gehorſam zurückgekehrt ſeyn würden.
„Der Graf,“ erzählt Corvin ferner,„erinnerte ſich dieſer Verordnung und glaubte, ſie müſſe noch auf ſeinem Schreibtiſch oder beim Civilcommiſſär lie gen, jedenfalls ſolle uns Alles zu gute kommen, was irgend andern der aufſtändiſchen Truppen zu gute ge kommen. Er wolle gleich nachſehen, ob er jenes Aktenſtück nicht finde. Was die direkte Unterhand— lung mit dem Großherzog anbelange, ſo werde ſich dieſe vielleicht machen laſſen, da derſelbe in Mainz und dieſes durch die Eiſenbahn nicht weit entfernt ſey. Nachdem er mich verlaſſen, war er ſo artig, mir einen preußiſchen Offizier zur Geſellſchaft zu ſchicken. Es war außerordentlich heiß an dem Tage und in dem Zelte herrſchte ſolche Schwüle, daß man es kaum darin aushalten konnte. Um einen Luftzug herzuſtellen, wurde das Zelt an verſchiedenen Stellen von der Erde gelöst, was denn auch etwas half. Da ich brennenden Durſt bekommen hatte, ſo bat ich um etwas Waſſer; man brachte Murgwaſſer, da kein anderes vorhanden, welches aber erſt zu trinken war, als der preußiſche Offizier Zucker und Wein kommen ließ.“ Die Unterhaltung, die nun hier in Abweſenheit
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