General mochte am Ausdruck meines Geſichts ſehen, wie ſchmerzlich mich dieſer Auftrag berührte; er ermuthigte mich und ſagte mir, unſer Loos werde beſſer ſeyn, als wir alle erwarteten. Der Großher⸗ zog— ich hatte im Schreiben ausdrücklich geſagt, daß ſich die Beſatzung dieſem ergebe— ſey ein milder Herr, der ſchon wegen der Menge der Schul⸗ digen nicht zu ſtrenge verfahren könne.— Er machte mich darauf aufmerkſam, daß Truppen, die ſich in Freiburg ergeben, auf die Fürſprache des dort befehligenden Generals v. Hirſchfeld, vom Großherzog ſogleich nach Hauſe entlaſſen worden ſeyen; an ſeiner Fürſprache für uns ſolle es eben⸗ falls nicht fehlen, und er zweifle nicht, daß dieſelbe von Seiten des Großherzogs berückſichtigt werde. Bedingungen könne man jedoch der Beſatzung nicht zugeſtehen, ſondern verlange die Uebergabe auf Gnade und Ungnade. Dieſes Wort klinge allerdings hart, allein es ſey mehr eine Form; ich ſolle ihm nur vertrauen, ich werde ſehen, daß dieſes Vertrauen gerechtfertigt ſey.“
Corvin, als Abgeordneter aus der Feſtung, ſträubte ſich längere Zeit gegen das Anſinnen, die Feſtung auf Gnade und Ungnade zu übergeben. — Zuerſt verlangte er freien Abzug für alle Frem— den und Compromittirten, dann wollte er für die


