28 mitnehmen ſollte. Dieſer Offizier galt in der preußi⸗ ſchen Armee ſehr viel, und da er in Bezug auf ſeine Behandlung Urſache hatte, vollkommen mit uns zu— frieden zu ſeyn, und er zugleich Manches zu unſern Gunſten wußte, ſo hoffte man, daß ſein Fürwort uns von Nutzen ſeyn werde.“
„Tiedemann hielt es für nöthig, einen Brief mitzugeben, den aber glücklicherweiſe nicht er, ſon— dern ich geſchrieben. Ich machte darin geltend, was ſich für uns geltend machen ließ; ich ſagte, wir haben von den verſchiedenen Proklamationen des Großher⸗ zogs nicht das geringſte erfahren und ſeyen jetzt, nachdem ſie uns bekannt geworden, bereit uns zu unterwerfen, weßhalb wir auch Anſpruch auf die darin enthaltenen Verheißungen machten. Wenn wir die Feſtung jetzt übergeben, ſtatt ſie ſo lange als möglich zu halten, erſparen wir dem Feinde eine Menge Koſten, welche durch die Belagerung erwach— ſen würden, und überliefern einen in vollkommen gutem Stande befindlichen Platz, während man, wenn man uns zur Verzweiflung triebe, leicht nur einen Schutthaufen mit Tauſenden von Menſchen erkaufen müßte. Halte man die Feſtung, ſo habe man immer noch Hoffnung auf einen Entſatz, der durch einen leicht möglichen Umſchlag in den Nachbarländern her⸗ beigeführt werden könnte.“*


