Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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lichen Offizieren und drei Leuten von der Compagnie beſtand. Ich mußte lächeln, als ich vernahm, welche ſanguiniſche Hoffnungen einige unter uns noch hegten. Das mindeſte, was man fordern und worauf man beſtehen müſſe, ſey freier Abzug für alle Fremden, und zwar mit Gepäck und Waffen, welche letztere man erſt am Rhein ablegen wolle. Biedenfeld hatte gar noch Bedingungen im Sinn, nach welchen die Offiziere in ihren Chargen bleiben ſollten.

Um 8 Uhr am andern Morgen kam im Saal des Schloſſes der große Kriegsrath zuſammen. Tiede⸗ mann las meinen Bericht vor und ich ergänzte ihn darauf ſelbſt. Die Aufregung war allgemein. Da waren viele, welche hohe Worte im Munde führten, aber weder etwas Geſcheidtes noch etwas Ausführbares vorbrachten. Ich nahm daher das Wort und ſtellte der Verſammlung mit dürren ungeſchminkten Worten die Sachlage vor. Nach kurzer Debatte ward be ſchloſſen, die Kapitulation auf ſo gute Bedingungen als möglich einzuleiten. Ich ward beauftragt, die Unterhandlung zu leiten und noch am Vormittag in's preußiſche Lager zu gehen. Zugleich beſchloß man, auf weſſen Antrag habe ich vergeſſen um dem Feinde mit edlem Beiſpiel voranzugehen, daß ich den bei Ladenburg in unſere Gefangenſchaft gerathenen preußiſchen Major vom Generalſtab, v. Hinderſin,