Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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Der kleinere Kriegsrath kam gegen Abend zu ſammen und ich erſtattete ihm treu und gewiſſenhaft meinen Bericht. Ich erklärte, wir haben durchaus nicht mehr die geringſte Hoffnung, wir müſſen uns unter allen Bedingungen ergeben; wir könnten es höchſtens noch einige Tage verzögern, allein damit ſey nichts gewonnen, im Gegentheil erbitterten wir dadurch den Feind. Ich würde für ein Durchſchla gen ſtimmen, allein das ſetzte die Truppen dem ſichern Verderben aus. Lang ſey bereits überall umherge⸗ laufen, habe durch Verkündigung ſeiner Jeremiaden die Leute entmuthigt und wir würden nicht den fünf ten Theil der Leute zu einem ſolchen Entſchluſſe be wegen. Kämen wir auch an den Rhein, ſo fänden wir keine Schiffe und würden von den Preußen ein geholt und gefangen oder niedergemetzelt. Unſern Leuten könne unmöglich viel geſchehen, da die Menge zu groß ſey, und aus Egoismus, weil vielleicht für uns Anführer einige Hoffnung des Entkommens ſey duͤrfe man nicht ein Blutbad herbeiführen, das un zählige Opfer koſten müßte.

Meine auf die geſunde Vernunft und die Sach lage gegründeten Vorſtellungen fanden Eingang und es ward beſchloſſen, auf möglichſt gute Bedingungen zu kapituliren, indeſſen auf den andern Morgen der große Kriegsrath zuſammenberufen, welcher aus ſämmt