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und Ungnade ergeben, ſondern gewiß irgend einen verzweifelnden Entſchluß faſſen würden, der noth— wendig auch den Preußen viele Menſchen koſten müßte. Der Major meinte, man werde es darauf ankommen laſſen; er bemerke mir aber, jeder Tag Verzögerung könne unſer Schickſal nur verſchlimmern. Bisher haben wir, wie ich geſagt, weder von den verſchiedenen Erlaſſen des Großherzogs, noch von der Auflöſung der Inſurgentenarmee etwas gewußt; dieß ſey nun nicht mehr der Fall und jener Milde— rungsgrund falle weg. Genug, ſchloß er, wir warten.“
„Sehr niedergeſchlagen verließ ich ihn. Ich mußte geſtehen, daß er unſere gegenſeitige Lage vollkommen vom richtigen Geſichtspunkte auffaßte. Wir waren den Preußen ſicher genug und ſie wären Thoren ge— weſen, wenn ſie uns Bedingungen geſtattet hätten. Humanitätsrückſichten gelten nicht, wenn endlich der Moment zur heiß⸗ und langerſehnten Rache gekom— men iſt.“
„Als wir nach Niederbühl fuhren, bemerkte ich dem Grafen Schmettau, daß die Favorite keines— wegs vor unſern Bomben ſicher ſey, und daß ich das Schloß nur geſchont habe, weil ich das unnütze Zerſtören haſſe. Er zweifelte jedoch an der Möglich⸗ keit, dorthin zu ſchießen, und ich verſprach ihm eine


