Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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421 wart ihrem Preußenthum die Zügel ſchießen zu laſſen und dem Haſſe gegendas Geſindel Luft zu machen. Meine Stellung erlaubte mir nicht, die rohen Burſche zum Schweigen zu bringen, und ich begnügte mich mit einem mitleidigen Lächeln als Antwort. Uebri⸗ gens muß ich der Wahrheit gemäß ſagen, daß ich im Allgemeinen die Offiziere nicht ſo taktlos gefunden habe. Als der öſterreichiſche General Eberle, der Erbauer von Raſtatt, hörte, daß wir da ſeyen, kam er auch und ermahnte uns die Feſtung zu übergeben.

Endlich kam der Prinz mit ſeinem zahlreichen Gefolge von ſeinem Ritte zurück. Ich ſah bei dem ſelben eine Menge badiſcher Offiziere, die ſämmtlich als Gallopins benutzt wurden und im Allgemeinen eine ſehr traurige Rolle ſpielten. Ich ward nach der Favorite beſchieden, wo ich den Chef des Ge neralſtabs des Prinzen, einen Major Kirchfeld ſprechen ſollte. Ich hieß Lang mit mir gehen, allein man bedeutete ihm zurückzubleiben, da man nur mich ſpre chen wolle. Das war mir unangenehm, da ich gern einen Zeugen bei der Unteredung gehabt hätte, denn zwei behalten beſſer als einer.

Nachdem ich eine Weile in einem Gartenpavillon gewartet, kam der Major. Ich ſagte ihm, ich habe mich nun überzeugt, wie von außen für uns vor läufig keine Hülfe zu erwarten ſey; allein wir ſeyen