Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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420 bekommen konnten. Ich muß geſtehen, ich ſehe nicht ein, was dergleichen Diebereien zur Förderung der deutſchen Freiheit und Herbeiführung der Republik nützen ſollen. Ueberall auf unſerm Wege durch den ganzen Schwarzwald fanden wir Reichstruppen; ganz Baden war damit überſchwemmt; man hatte es für nöthig gehalten, nicht weniger als 120,000 Mann gegen uns aufzubieten. Raſtatt war von 20,000 Mann umſchloſſen, und von Hoffnung konnte gar nicht mehr die Rede ſeyn. Zum Ueberfluß ſtanden an der Süd⸗ grenze noch 10,000 Oeſterreicher, die man jedoch nicht ins Land ließ.

Am Mittag fuhren wir von Conſtanz abz am Morgen langten wir in Freiburg an und fuhren dann wieder mit einem Extrazug nach Oos, wo wir Sonnabend den 21. Juli gegen Mittag ankamen. Wir fuhren nach der Favorite, wo der Prinz von Preußen ſein Quartier hatte. Ich bat Graf Schmettau, es möglich zu machen, daß ich den Prinzen ſpreche; ich wollte von ihm erfahren, was man ungefähr mit uns im Sinne habe. Der Graf verſprach, meinen Wunſch dem Prinzen mitzutheilen, ſobald derſelbe von einer Recognoscirung zurückgekehrt wäre. Wir erwarteten ſeine Rückkehr in der Hausmeiſterei, wo mehrere preußiſche Offiziere ihren Mittagstiſch hatten. Einzelne gefielen ſich darin, in meiner Gegen⸗