Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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Parlamentären einließ. Ich ſagte dem Grafen, es wäre mir natürlich angenehm, der Unterhaltung auf unſerer Reiſe keinen Zwang anzuthun, da wohl jeder von uns wiſſen werde, was er zu verſchweigen habe. Zugleich ſagte mir der Graf, er habe mit ſei ner Ehre für unſere Sicherheit zu haften. Ich muß geſtehen, man hätte zu dem Auftrage, uns zu be gleiten, keine paſſendere und für uns angenehmere Wahl treffen können. Graf Schmettau benahm ſich in jeder Hinſicht durchaus ſeiner Stellung an gemeſſen und ſo liebenswürdig und artig, als es unſer Verhältniß nur immer geſtattete. Daſſelbe gilt vom Feldwebel und Unteroffizier, die beide nicht beſſer gewählt ſeyn konnten.

Es war ſchon ziemlich ſpät, als wir von Oos mit einem Extrazug in einem Coupé erſter Klaſſe ab fuhren. Spät in der Nacht kamen wir in Freiburg an, wo ſich damals der Prinz von Preußen aufhielt. Wir wurden in mehreren Gaſthöfen abgewieſen und mußten froh ſeyn, daß wir endlich in einem Saal auf einer Streu ſammt und ſonders ein Nachtlager fanden. Was ich am Morgen in Freiburg hörte und auch in den Zeitungen las, gab mir ſo ziemlich die Ueberzeugung, daß Graf Gröben uns nicht ge⸗ täuſcht und daß unſere Armee uns feig im Stich ge laſſen, ja bereits ſeit vierzehn Tagen die Schweizer