das Lager der Vorpoſten am Eiſenbahndamm, und gleich darauf kam von Kuppenheim her ein Wagen, in welchem ſich Graf Schmettau, ein Küraſſier⸗ wachtmeiſter, ſowie ein Infanterieunteroffizier befan den, die gegen Niederbühl fuhren.
Auf den Wällen Raſtatts bemerkte man viel Hin- und Herlaufen von Geſtalten aller Art; Dra goner in weißen Mänteln, Freiſchaaren und Artille riſten, auch waren hie und da weiße Fahnen aufge— ſteckt. Die preußiſchen Offiziere und Soldaten ſtan den am Eiſenbahndamm in Gruppen beiſammen, und namentlich die letzteren unterhielten ſich über die erwarteten Parlamentäre in ſehr ungünſtigen Ausdrücken.
Bald ſah man bei Niederbühl Staub auffliegen und der Wagen kam zurück. Auf dem Bock ſaß jetzt der Küraſſierwachtmeiſter und hieb tüchtig in die ſchlechten Pferde. Vorwärts fuhr Graf Schmettau, neben ihm Corvin, als Chef des Generalſtabs der Feſtung Raſtatt, rückwärts der Infanterieunteroffizier und Major Lang. Die beiden Abgeordneten waren in ſchwarzem Frack ſauber gekleidet, mit verbundenen Augen, was ihnen ein trauriges, ſehr niedergedrücktes Anſehen gab.
Das Ganze machte einen unangenehmen Eindruck und hatte etwas von einer Exekution an ſich: der


