Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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quer über die Bruſt. Da von Niederbühl aus die Ankunft dieſer Parlamentäre ſogleich ins preußiſche Hauptquartier zurückgemeldet wurde, ſo begab ſich der Ordonnanzoffizier des General v. d. Gröben, Graf Schmettau, Lieutenant im 4. Küraſſierregiment, welcher beſtimmt war, Corvin und Lang zu beglei ten, nach Niederbühl. Doch gab es noch einen Aufent halt, indem Graf Schmettau den Abgeſandten eröffnete, daß man ſie in Uniform und mit der drei farbigen Schärpe ꝛc. nicht werde reiſen laſſen und daß ſie nach der Feſtung zurück müßten, um Civil kleider anzulegen. An dieſem kleinen Umſtande wäre faſt die Unterhandlung geſcheitert, denn als um vier Uhr deſſelbigen Tages die Parlamentäre, welche ſo ſchnell keinen ordentlichen Civilanzug auftreiben konn ten, längere Zeit von Graf Schmettau in Nieder bühl vergeblich erwartet wurden, ging dieſer Offizier ſeinem Auftrag gemäß zurück, und als nun endlich ſpät am Nachmittage Corvin und Lang daſelbſt ankamen, hörten ſie, ſie könnten nicht mehr ange

nommen werden. Der wachthabende Offizier entſchloß

ſich indeſſen, ſie dennoch zu melden, worauf denn nach zwei Stunden Graf Schmettau zum dritten mal hinausfuhr.

Da dieſe Verhandlungen im Lager bekannt ge

worden waren, ſo begab ich mich gegen 5 Uhr in