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2. Bd. (1850)
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412 Unter dieſer Sachlage machte der General von der Gröben nochmals das Anerbieten, er wolle einen Offizier und einen Raſtatter Bürger nach Karls⸗ ruhe und nach Oos geleiten laſſen, damit ſie ſich überzeugen könnten, daß die Freiſchaarenarmee auf allen Seiten geſchlagen und zerſprengt, und alſo ein Entſatz, welchen der Feſtungsbote als nahe bevor⸗ ſtehend anzeigte, in keiner Weiſe zu erwarten ſey.

Auf dieſes Anerbieten hin wurde im Kriegsrath zu Raſtatt der Vorſchlag gemacht, vom General von der Gröben zu verlangen, daß er den Abgeſandten geſtatte, bis an die Vorpoſten der Inſurgenten oder bis an die Schweiz zu reiſen, damit man ſich vom wahren Stande der Dinge überzeugen könnte.

Was man nicht erwartet hatte, geſchah. General v. d. Gröben, um weiteres Blutvergießen zu ver⸗ hindern und im Sinne der Menſchlichkeit Alles ge⸗ than zu haben, ging auf dieſen Vorſchlag ein. Die Belagerten erwählten in Folge hievon Corvin und einen früheren Feldwebel Lang(der unterdeſſen zum Major vorgerückt war) zu dieſer Miſſion.

Am 18. Juli um 11 Uhr ritten denn dieſe Bei⸗ den in Begleitung von einem Zug Dragoner und einem Offizier, nebſt Trompeter und Parlamentär fahne, nach Niederbühl hinaus. Beide Abgeſandte waren in Uniform und trugen die dreifarbige Schärpe