410 bei Rheinau in Brand ſteckten, obgleich dieſelbe nur einige hundert Schritt von Baſtion A entfernt lag.
Mit den Vorräthen war übel gehaust worden und die Abnahme derſelben bemerkte man bedeutend. Da auch das Geld zu Ende ging, ſo wurden im Kriegsrath verſchiedene Vorſchläge gemacht, dieſem Mangel abzuhelfen. Einige wollten den Soldaten, die neben vollſtändiger Verpflegung noch vier Kreu zer über ihren Gehalt erhielten, einen Abzug machen, allein es ward allgemein anerkannt, die Mannszucht ſey bereits ſo ſehr gelockert, daß man eine ſolche Maßregel nicht wagen könne. Es ward nun vorge ſchlagen, Papiergeld auszugeben oder eine Zwangs— anleihe bei den Bürgern zu machen, und endlich be— ſchloſſen, die Studienkaſſe und den Heiligenfonds in Beſchlag zu nehmen.
Indeſſen war die Disciplin ſo untergraben, daß die Soldaten thaten, was ſie wollten, beſonders aber die Artillerie und Dragoner.„Letztere,“ ſo ſagt Corvin in ſeinen„Erinnerungsblättern aus Raſtatt,“ „zeichneten ſich überhaupt durch ihre Habgier und Unverſchämtheit, aber niemals im Gefecht aus. Die ſer Mangel an Mannszucht war um ſo gefährlicher, da eine Feindſchaft zwiſchen dem Militär und der Volkswehr dazu kam, deren Grund Neid und Hab gier war.“


