XIX. Unterhandlungen.
In der Feſtung ging unterdeſſen Alles ſeinen alten Gang, die Kanoniere auf den Wällen feuerten auf jede preußiſche Patrouille, die ſich in ihrem Be— reich ſehen ließ, und einzelne Schützen gingen förm— lich auf die Preußenjagd; doch kamen ſie meiſtens ſelbſt ſtark gejagt, ſtatt gejagt zu haben, wieder nach Hauſe. 1
Nach Rheinau hinaus wurden fortwährend ohne Erlaubniß Streifzüge gemacht, denn in den dortigen Kellern, unter dem Schutt verbrannter Häuſer, lag noch Wein. Vergebens gab der Gouverneur Befehle; da er aber ſeine Drohungen nie ausführte, ſo kehrte ſich auch Niemand daran.
Da in der Feſtung Jeder that, was er mochte, und Niemand mehr einem Befehl gehorchte, ſo fan— den denn auch die Preußen keinen Widerſtand, als ſie endlich, der ewigen Plackereien müde, die Brücke
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