Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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Caſine im traurigſten Zuſtand, theils gänzlich ver wüſtet, theils abgebrannt. Doch war man auch hier meiſt eifrig beſchäftigt, den Schaden wieder herzu ſtellen und wer vielleicht ſchon nach einem Jahre durch dieſe herrliche Gegend fährt, ſieht wohl von dem furchtbaren Kampfe nichts mehr, als hie und da un förmliche, vom Regen abgewaſchene Erdhaufen mit Einſchnitten, welche ein kundiges Auge für Ver ſchanzungen und Schießſcharten erklärt.

Bald lag Verona vor uns, die herrliche, liebe, alte Stadt mit ihren zahlreichen Thürmen, wie an das Gebirge angeſchmiegt, das ſich hinter ihr erhebt und die Stadt im Halbkreis umſchlingt. Die Berg wand, welche die Stadt umſchließt, iſt dicht mit un— zähligen Höfen und kleineren und größeren Villen bedeckt, daß wenn man Verona und ſeine nächſten Umgebungen von ferne ſieht, man glaubt, die Stadt ſetze ſich das Berggelände hinauf fort und erſtrecke ſich bis auf die Höhe deſſelben, wo die großen und ſtarken Feſtungswerke des Caſtells liegen. Ich kenne denn auch keine Landſtadt, welche eine ſchönere Lage als Verona hat.

Neben uns hatten wir das berühmte Plateau von Rivoli, wo die Piemonteſen die erſte Schlacht des Feldzugs bei St. Lucia verloren, eine Hochebene,

die der König von Sardinien zu ſeinem Unglück ſo