Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Einzelbild herunterladen

— —

an dem Tage, an welchem Abends die Uebergabe ſo unerwartet erfolgte, ſchoß gerade die öſterreichiſche Artillerie mit bewundernswürdiger Genauigkeit und großem Glück. Nebendem, daß mehrere Granaten in die Kaſerne ſchlugen, fiel auch eine Granate und eine Bombe zu gleicher Zeit in ein Magazin mit ge fullten Bomben, welche ſich entzündeten und eine furchtbare Verwüſtung anrichteten. Die Beſtürzung der Beſatzung bei dieſer Exploſion war nach den Be richten der Piemonteſen unbeſchreiblich. Man denke ſich aber auch in dem beſchränkten Raum dieſer kleinen Feſtung einige hundert Granaten, die ſich entzünde ten und indem ſie zerplatzten, nach allen Seiten Tod und Verderben hintrugen. Wir ſahen in der Feſtung die ungeheure Oeffnung, welche dieſe Er ploſion in Wall und Mauer geriſſen. Ueberall lagen große Schutthaufen und mehrere umliegende Gebäude waren theilweiſe durch die Gewalt der platzenden Kugeln zerſtört. Auch hinter Peschiera ſah man die deutlichen Spuren vieler Kämpfe und Gefechte, welche hier ſtattgefunden. Rechts auf den Hügeln lagen die halbzerſtörten Angriffsbatterien der Pie⸗ monteſen und Oeſterreicher; zwiſchen ihnen und der Feſtung die Forts Mandella und Salvi, an deren Ausbeſſerung fleißig gearbeitet wurde. Links von der Straße ſahen wir einzelne Bauernhöfe und