Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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von Feldmarſchalllieutenant Haynau aufs Neue bela— gert. Dieſer bedrängte die Feſtung aufs Aeußerſte, zerſtörte die von den Piemonteſen wieder aufgeführ— ten Werke, und hätte er die Feſtung von der Seeſeite einſchließen können, ſo würde er bald Meiſter der— ſelben geweſen ſeyn und die bekannten Differenzen wegen des großen Geſchützparks von Peschiera wären nicht entſtanden. Da aber die Inſurgenten die Dampfboote auf dem Gardaſee in ihrer Gewalt hatten, ſo führten ſie der Beſatzung während der Belagerung durch Haynau fortwährend Lebensmittel zu.

Während dem flog aber der Feldmarſchall Ra— detzty von Sieg zu Sieg, rückte in Mailand ein und ſchloß mit Carl Albert den Waffenſtillſtand, durch welchen die Feſtungen Peschiera, Rocca d'Anfo und Oscopa geräumt, die Grenze der beiderſeitigen Reiche als Demarcationslinie angenommen und der Flotte des Königs zur Pflicht gemacht wurde, Venedig zu verlaſſen und nach den ſardiniſchen Staaten zurück— zukehren.

Dem Feldmarſchalllieutenant Haynau kam dieſer Waffenſtillſtand durchaus nicht gelegen, denn als die Botſchaft hievon im Lager von Peschiera eintraf, hätte ſich vielleicht die Feſtung nicht einen Tag mehr halten können, und alsdann wäre der ganze feindliche Ge—

ſchützespark Oeſterreich verblieben. Am 10. Auguſt,