Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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40 Seſſel ſaß und wie aus einer Theaterloge auf die blutige Bühne von Peschiera niederſchaute.

Obgleich die Feſtung an vierzigtauſend Schüſſe ausgehalten, obgleich der größte Theil der Wallge— ſchütze demoöntirt war und auf zwei derſelben zur Bedienung nur ein Mann kam, obgleich alle Mühlen zerſtört waren und die Koſt nur noch aus Pferde— fleiſch und grobgequetſchtem Mais beſtand, ſo zögerte doch der tapfere greiſe Commandant mit der Ueber— gabe bis nach dem Sieg von Curtatone und dem Gefecht von Goito, wo er ſah, daß es dem Feld— marſchall unmöglich ſey, ihn zu entſetzen.

Ueber dieſes Gefecht bei Goito ſind damals eine Menge Lügen zum Nachtheil der kaiſerlichen Waffen verbreitet worden, obgleich dieſes Gefecht doch für Jeden, der die näheren Details kennt, den öſter— reichiſchen Truppen nur zur größten Ehre gereicht. Man ließ dieſelben über achttauſend Mann verlieren und die Armee geſchlagen nach Mantua entfliehen. Nun war aber von der ganzen Armee nur die Bri— gade Benedek, beſtehend aus ſechs Bataillonen der Regimenter Baumgaxten, Giulay und Hohenlohe, bei Goito im Feuer, derſelben Regimenter, welche in Curtatone geſiegt hatten. Dieſe Brigade hatte eigent⸗ lich nicht den Befehl, Goito zu nehmen, ſondern ſollte nur eine Recognoscirung unternehmen, um

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