Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
Einzelbild herunterladen

26

wohlwollenden Worte, die der große Mann während des Feldzuges, ſo wie ſpäter, mir zu Theil werden ließ, waren mir wie eben ſo viel koſtbare Geſchenke, die unverwiſchbar in meine Seele niedergelegt, in der Erinnerung immer koſtbarer werden, und die ich mir nie anders als mit dem innigſten Danke vergegen wärtigen werde.

Um nach Meſtre zu gelangen, gab es verſchiedene Wege und Gelegenheiten. Ueber Verona ging die Poſt bis Vicenza; die Plätze waren aber damals ſtets lange vorher beſtellt und ſehr ſtark beſetzt. Von Vi cenza nach Meſtre wurde die Eiſenbahn nur zu mili⸗ täriſchen Zwecken benutzt, doch konnte ich, durch die Güte des für mich freundlichen Oberſt Schlitter, Generaladjutanten des Feldmarſchalls, mit einem Paß des Hauptquartiers verſehen, wahrſcheinlich mit der ſelben befördert werden.

Für die nächſten vier Tage war auf der Poſt kein Platz mehr zu haben und doch drängte die Zeit, denn allem Anſchein nach ſollte eheſtens bei dem Belagerungscorps vor Venedig etwas bedeutendes ge⸗ ſchehen.

Nachdem mir Oberſtlieutenant E. jenen Vor⸗ ſchlag gemacht hatte, ſaßen wir noch zuſammen und berathſchlagten, auf welche Weiſe ich nach Meſtre ge⸗ langen könnte, als von der geheimen Operations⸗

2