Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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Schornſteinfegergewand die glänzenden Offiziergruppen und ſchauen mit ihren großen treuherzigen Augen ver wundert in die hellen Gasflammen. Hier vor dieſen Café's ſind die reichlichſt ſtrömenden Erwerbsquellen dieſer armen Knaben: ſie verſpeiſen Gefrorenes und machen erſchreckliche Grimaſſen, während ſie es zer kauen; ſie ſchlagen die zierlichſten Purzelbäume, und haben eine komiſche dummdreiſte Art, das Kupferſtück, welches der Kellner einem zahlenden Gaſte heraus gibt, zu verlangen, daß man es ihnen nicht ab ſchlagen kann.

Während dem wogt der Strom der Spazier gänger in dichter Maſſe den Corſo auf und ab, und oft, wenn der Eine oder der Andere der Vorüber wandernden in den Lichtkreis des hell erleuchteten Café kommt, erkennt man einander und ſehnſüchtige Blicke fliegen häufig hin und her.

So iſt's draußen auf dem Corſo, und daran denkt auch der einſame Ordonnanzoffizier in der Villa reale, während er Säbel und Tſchako ablegt und ſich für die kommende Nacht vorbereitet. Doch iſt er ſtolz wie ein König und möchte den kleinen Sopha in dieſem Augenblick nicht mit einem reichen Fauteuil in der Scala vertauſchen; er hat ja das ehrenwerthe Loos, in der Nähe der faſt geheiligten Perſon des Feldmarſchalls ſeyn zu dürfen.