Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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neue Kräfte ſammeln, der alte S4jährige Mann, um morgen das Wohl und Wehe ſeinerKinder wieder mit erneuerter Kraft leiten zu können. Darum Stille!

Der junge Ordonnanzoffizier vom Dienſt macht ſich auf dem Sopha des Vorzimmers wohlgemuth ſein Lager zurecht, und iſt ſtolz darauf, jede Minute des Winkes ſeines hohen Führers gewärtig ſeyn zu dürfen.

Während ſo in der Villa reale, entlegen von dem Geräuſch der ſtolzen Königsſtadt, mit der Nacht auch Ruhe und Frieden einzog und den Schlaf des alten Feldherrn vor Störung ſchützte, pflegte Mailand in dieſer Stunde einen ganz andern Anblick zu bie ten. Jetzt erſt, mit dem Verſchwinden der Tages⸗ hitze, wurde es ſchön und lebendig. Der Corſo ſtrahlt mit unzähligen Lichtern, alle Gewölbe und Café's ſind glänzend beleuchtet, Tauſende von Spaziergängern ſtrömen auf und ab und die dröhnenden Straßen⸗ orgeln ſpielen den Radetzkymarſch, daß es weit hin aus in die Nacht ſchallt. In den Militärcafé's drängen ſich Offiziere aller Waffengrade, erzählen einander von dem vergangenen Feldzug, tauſchen ihre Abenteuer aus, und Freunde berichten, wo ſie wäh rend der Schlacht in dem und dem Augenblicke geweſen;

kleine arme Savoyarden umſtehen in ihrem ſchmutzigen

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