Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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II. In der Villa reale. Uach Malghera.

Der Feldmarſchall hatte Abends gegen neun Uhr ſeine kleine Abendgeſellſchaft entlaſſen und ſich in ſein Schlafzimmer zurückgezogen.

Als er zur Ruhe gegangen war, wurde es all mählig ſtiller in der Villa reale zu Mailand, und dem geräuſchvollen Leben auf Treppen und Höfen folgte bald die tiefe Stille einer ſchönen ruhigen Nacht. Wer hätte es aber auch gewagt, in dieſer Stunde, an dieſem Orte unnöthigen Lärm zu machen? Nicht aus Furcht vor Strafe flüſterten nur die Sereſchaner im Vorzimmer zuſammen oder gingen die Wachen draußen im Gange mit langſamem leiſem Schritte. Nein! aus des Herzens Innigſten, aus den kindlichen Gefühlen kam dieſe Sorge für den Schlaf des geliebten Feldherrn. Hat er ſich doch für ſeine Soldaten an⸗ geſtrengt, hat er doch für ſie gedacht und gewirkt, und muß er doch in ſanftem Schlaf Erquickung und