Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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auf dem Corſo erblickte man ſelbſt an den ſchönſten Tagen kaum ein halbes Dutzend Wagen, die faſt unbemerkt vorüber rollten und gewaltig gegen das bunte belebte Treiben des Corſo's in ſeiner frühern glänzenden Zeit abſtachen.

Nach der Rückkehr der Oeſterreicher nach Mai land im vergangenen Jahr war der Corſo eben ſo leer, wie in den Tagen, von welchen ich hier rede, weßhalb Offiziere und Soldaten ſich damals bemüh ten, denſelben einigermaßen zu füllen und den Corſo tagen einen neuen, wenn auch andern Glanz zu verleihen. Bei dieſer Veranlaſſung ſollen aber die luſtigen Soldaten in ihrer Siegesfreude mit ſolchen abenteuerlichen Equipagen und mit ſo ſonderbaren Pferden und andern Reitthieren erſchienen ſeyn, daß ſich Vater Radetzky veranlaßt ſah, den Uebermuth ſeiner Kinder etwas zu zügeln und einen Befehl zu erlaſſen, wonach es nur eleganten oder doch wenig ſtens anſtändigen Equipagen und Reitern auf guten Pferden erlaubt ſeyn ſolle, ſich an der Corſofahrt zu

betheiligen.