Teil eines Werkes 
2. Bd. (1850)
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12 um die Stadt herum der Art diſponirt wurden, daß die fünf Chauſſeen, welche zur Stadt führten, beſetzt und die fünf Thore derſelben bedroht wurden. Das erſte Bataillon Baden jedoch führte ich ſelbſt über die Abfälle des Gebirgs und das rückwärtige Ausfallthor in das Caſtell von Brescia. Alle dieſe Colonnen mußten zum Theil unter dem Feuer der auf den Stadtwällen zahlreich poſtirten Inſurgenten ihren Weg nehmen, ſo daß wir auf dieſem Marſche einen Tod ten und 12 14 Verwundete hatten. Obgleich hef tiger Regen dieſe Unternehmung beſonders für die das Gebirg überſchreitende Colonne erſchwerte, ſo wurde ſie andererſeits durch den Nebel begünſtigt. Gegen Mittag war die Einſchließung der Stadt be wirkt, in welcher die Pöbelherrſchaft und vollſtändige Anarchie herrſchte. Ich ließ der Stadt bekannt ma

chen, daß ich im Caſtell angekommen ſey und ſie durch

die in der Anlage abſchriftlich mitfolgende Notifika⸗ tion zur Unterwerfung auffordern. Um 12 Uhr Vor⸗ mittags erſchien eine Deputation der Stadt, welche die Unmacht der Municipalbehörde und des beſſer ge⸗ ſinnten Theils der Bewohner gegen die Aufrührer bekannte, zugleich aber eine Sprache führte, welche offenbar bewies, daß ſie ihr Verbrechen keineswegs erkennen, ſondern die wahnſinnige Idee durchblicken ließ, als ſtünden ſie in Vertheidigung der Stadt gegen

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