Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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dieſer Kata⸗ llegen, ohne dem wunder⸗ eſen, konnte Leben ihrer ber ich traute ſchonendſten gur zu gewiß Dinge und ſee Einflüſſen, unſchen geben, r Worte, an icſal machen:

nicht milde aller ſeeliſchen

Gewalten, unter religiöſer Schwärmerei, weniger ge⸗ handelt als gelitten? Während der Krankheit des Gra⸗ fen ließ ſich dann auch ein ſchicklicher Vorwand er⸗ ſinnen, Lavinia zu verabſchieden; ſie ſelbſt mußte nach den letzten Scenen nichts ſehnlicher wünſchen, als ſich aus dieſem Hauſe zu entfernen. In ſolchen Gedanken wurde ich nicht wenig durch das bedenkliche Geſicht des Arztes überraſcht. Er bezeichnete den Zuſtand des Grafen, der wild durcheinander phantaſirte, als ge⸗ fährlich und erklärte, während der Nacht bei ihm wa⸗ chen zu wollen. Auch mich forderte er zur Ruhe auf, im äußerſten Falle werde er mich rufen laſſen, und da Angelica ihre Bitten mit ſeinem Befehle vereinigte, fügte ich mich.

Oben in der Bibliothek ſaßen wir beide noch eine geraume. Weile zuſammen. Nach dem Lärm und Schrecken, die eben das Haus durchtobt, war die tiefſte Stille eingetreten. Von Lavinia keine Spur, ſie hatte ſich wohl in ihr Zimmer begeben und jeden Zugang geſchloſſen. Die Kraft der Pflicht, die bisher Angelica aufrecht erhalten, ließ nach, ſie brach in Thränen aus. Schweigend ſaßen wir Hand in Hand, dann verſuchte ich mit tröſtendem Zuſpruch ſie aufzurichten. Die Liebe mußte aus mir ſprechen und ihre Wunder thun. „Was auch kommen mag“, flüſterte ſie,„ich habe Dich!“