Teil eines Werkes 
2. Bd. (1874)
Entstehung
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Achtes Kapitel.

Ich lebte der Hoffnung, daß ſich mit dieſer Kata⸗ ſtrophe der ganze Bann, der auf uns gelegen, ohne weiteren Zwiſchenfall löſen würde. Nach dem wunder⸗ lichen Schauſpiel, deſſen Zeugin ſie ſgeweſen, konnte Angelica jene traurige Irrung aus dem Leben ihrer Mutter nicht mehr verſchwiegen werden, aber ich traute mir Ueberlegung genug zu, ſie ihr in der ſchonendſten Weiſe mitzutheilen. Denn wenn es mir nur zu gewiß iſt, daß nicht unſer Wille, ſondern die Dinge und Zuſtände um uns mit ihren unberechenbaren Einflüſſen, durch die Richtung, die ſie unſeren Wünſchen geben, durch die Folgen, die ſie an jedes unſerer Worte, an jede unſerer Thaten knüpfen, unſer Schickſal machen: wie hätte ich die Verirrung einer Frau nicht milde beurtheilen ſollen, die unter der ſtärkſten aller ſeeliſchen

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