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Geſumme; konnte ich zunächſt auch kein Wort verſte⸗ hen, ſo machte ſich doch ein gewiſſes rhythmiſches Element, ein gleichmäßiges Heben und Fallenlaſſen der Stimme vernehmlich.— Horch! winkte ich dem Diener, der mir auf den Zehen nachgeſchlichen war.
Ich unterſchied zwei Stimmen; nun wurde die eine voller und ſtärker, es war die des Grafen, die andere zitterte, es war etwas wie ein nervöſes Schluchzen und Weinen darin— ich legte mein Ohr an die Wand; es war Lavinia's Stimme.
Eine Indiscretion ward durch unſer Lauſchen nicht begangen, ſie laſen ſich gegenſeitig Pſalmen und Gebete in engliſcher Sprache vor, der Graf las den einen, Lavinia den andern Vers. Dies bedeutete ich dem Diener, der mich geſpannt anſchaute, um meine Meinung über den Vorfall zu erfahren, und beſchied ihn dann, nach den Gemächern ſeines Herrn hinun⸗ terzugehen;„ich hoffe“, ſetzte ich hinzu,„bald mit dem Grafen ſelbſt nachzukommen.“
„Geb's der Himmel,“ antwortete der treue Mann. „Der Graf lieſt die Bibel. Zwölf Jahre diene ich ihm nun, aber das Buch hat er niemals von allen ſeinen Büchern in die Hand genommen. Der Graf lieſt in der Bibel! Das bedeutet ein Unglück! Mei⸗ nen der Herr Falk nicht auch, daß ich den Wagen
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