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nicht thun konnte, hab' ich verſucht.“— Ich erſchöpfte mich in ſtürmiſchen Dankſagungen, ich nannte ſie eine echte Republikanerin und wollte noch ein Dutzend ähn⸗ licher Schmeichelworte in meiner Begeiſterung über ſie ausſchütten, ſie wehrte mit einem mitleidigen Lächeln ab:„Ich bin keine Närrin, Reinhard, und liebe die Freiheit, die Sie preiſen, gar nicht; die Menge iſt zum Gehorchen da, nicht zum Befehlen. Im Uebrigen halten Sie aus, bis die Luft rein und der Weg für Sie frei iſt. In einer Stunde, wo der Vater ſich wohler fühlt, rede ich mit ihm von Ihrer Gegenwart in unſerm Hauſe; er ſoll Ihnen Empfehlungsbriefe nach Hamburg geben, in der Richtung dorthin wird man Sie am wenigſten ſuchen.“— Erkennſt Du noch darin Dein ſanftes Ideal?“
„Ich finde ſie in Allem, was Du erzählt haſt, ebenſo klug, verſtändig und großherzig, wie jetzt.“
„Klug und großmüthig gewiß— aber auch ſtolz und herriſch. Es kann in meiner Schilderung dieſer Vorfälle nach einem ſo langen Zeitraum nicht mehr zum vollen Ausdruck kommen— noch weniger kannſt Du es nachempfinden, welch' einen Triumph Ottilie feierte. Sie hatte den Jüngling, der ihr mit Gering⸗ ſchätzung begegnet, der vielleicht, ohne daß ſie ein kla⸗ res Bewußtſein davon hatte, ihre Eitelkeit durch ſeine
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