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mußte ſich Marie entfernen, denn Ottilie ſchien nur mit mir allein Weiteres verabreden zu wollen.„Sie iſt zu weichmüthig“, ſagte Ottilie ihr nachblickend;„ſie kann kein Geheimniß bewahren. Geſtern, als Ihr Ver⸗ folger bei uns eintrat— er iſt mit dem Vater wohl⸗ bekannt— und von Ihnen ſprach, wäre ſie beinahe in Ohnmacht gefallen. Das ſagte mir Alles; ſie ge⸗ ſtand mir dann, daß ſie mit Ihnen geſprochen, daß Sie zu Ihrem Vater gegangen.“—„Und Sie ſuchten mich auf? Sie retteten mich?“ fuhr ich fort.—„Sie ſehen mich ſo fragend an?“ unterbrach ſie mich ſchnell, „Sie wollen wiſſen, warum? Weil ich nicht will, daß Sie zum Zuchthaus begnadigt werden, daß Ihr ehr⸗ würdiger Vater, daß meine liebſte Freundin vor Schmerz und Schmach darüber ſterben. Daß Sie zwei Leben an Ihr Geſchick gebunden haben, das hätten Sie be⸗ denken ſollen, ehe Sie in den Kampf zogen. Nur wer ſich frei von allen Pflichten weiß, darf mit dem Schick⸗ ſal ſpielen.“—„Und was thun Sie jetzt, ein Mäd⸗ chen?“ fragte ich dazwiſchen.—„Was ich vor meinem Herzen, was ich vor meinem Vater verantworten kann. Glauben Sie, wenn er ſich rühren könnte, er würde in ſeines Hauſes Umkreis einen— den einzigen Sohn ſeines Freundes haben verhaften laſſen, ohne einen Verſuch zu ſeiner Rettung zu unternehmen? Was er


