Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
Entstehung
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leiſe eine Stimme. Zuſammenfahrend ſchaute ſich Rein⸗ hard um. Es geſchieht Dir ſchon Recht, ſagte er halb⸗ laut, Du biſt ein Narr, mit dem die Geſpenſter am hellen Tage ihren Poſſen treiben. Sie iſt todt. Und auch ihr Bild iſt, geſtehe es doch nur, in Deinem Herzen halb erloſchen. Glaubſt Du, der alte Trödel⸗ kram hier wird es wieder auffriſchen? Eine Liebe aus der Studentenzeit! Ja, wenn die Dinge um Dich her reden könnten, ſo möchten ſie Dir vielleicht erzäh⸗ len, was nach jener ſchrecklichen Nacht geſchehen, wann ſie geſtorben iſt und wie!— Aber ſo! Die Einzige, die Dir dies Dunkel aufhellen kann, iſt Ottilie. Wie ſchwer es Deinem Stolz auch fallen mag, Du wirſt ſie um Aufklärung bitten müſſen und auf's Neue eine Verpflichtung auf dich laden... Mitten in dieſen Ge⸗ danken tauchte die Reue auf: warum biſt Du hierher gekommen? Freilich, es war im Grunde nichtig, eine ſo alltägliche Geſchichte— ein zwanzigjähriger Toll⸗ kopf, der ſich in ein junges Mädchen blindlings, unüberlegt verliebt, Beide von Leidenſchaft bethört, die jetzt zu einander hingezogen werden, wie von überirdiſcher Kraft, und jetzt ſich fliehen, wie feindliche Pole, bis Ro⸗ meo nach Amerika flüchten muß, dort in dem Men⸗ ſchenocean untertaucht, und als er wieder an der Oberfläche erſcheint, die Kunde von dem Tode ſeiner

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