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und blieb im Angeſicht des Thurmes ſtehen. Sie zeich⸗ nen den alten Geſellen? Darf ich mir einen Blick auf Ihre Skizze erlauben?“
„Mein Herr!“ ſtammelte Anna und erhob ſich von der Bank. Ihre erſte Empfindung war, davon⸗ zueilen, aber ihr Mädchenſtolz hielt ſie feſt. Was hätte der Fremde von ihr denken müſſen? War ſie nicht in ihrem Recht auf dieſer Stelle? Es galt, flüſterte ſie
ſich ſelber Muth ein, ſeiner kecken Aufdringlichkeit mit.
Würde entgegenzutreten.
„Sie finden meine Bitte zu kühn? Sie geſchieht nur aus Künſtlereiferſucht. Als ich ſo jung war, wie Sie, habe ich mich auch Tag um Tag bemüht, den Thurm getreulich abzuconterfeien— Ihnen will ich es gerne geſtehen, ohne Erfolg.“
„Sie, mein Herr?“ Nun gerieth der Vorſatz, dem fremden Manne mit jener kühl ablehnenden Würde, in der, nach Anna's Meinung, Ottilie eine ſo große Meiſterin war, zu begegnen, in die Brüche; in dem kindlichen Gemüth überwog die Neugierde jedes andere Gefühl, ein Zug geheimer Theilnahme führte ſie dem Fremden, faſt ohne daß ſie es merkte, entgegen.„Sie haben den Thurm gezeichnet?“ wiederholte ſie, ihre Locken ſchüttelnd.„Ja, ſind Sie denn aus dieſer Gegend?“ „Ja, mein Fräulein, und da ich hoffe, daß auch
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