Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
Entstehung
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der Vögel hin und her und den luſtigen Sprüngen eines Eichhörnchens zugeſchaut. Ein verlorener Son⸗ nenſtrahl irrte hin und wieder durch das Walddickicht und ſtreifte die Zinnen des Gemäuers. In der Son⸗ nenwärme ein geheimnißvolles, thätiges und doch faſt geräuſchloſes Allleben, das ſeine ſanft beſtrickende Ge⸗ walt auch auf das Mädchen ausübte. Beinahe wäre der Stift ihrer Hand entfallen. Um ſich munter zu er⸗ halten, fing ſie an, ein Liedchen vor ſich hin zu ſum— men, leiſe nur, um den Frieden, der ſie ſo feierlich umſchwebte, nicht zu ſtören. Dabei zeichnete ſie auf das Eifrigſte, als müßte ſie die frühere Verſäumniß wieder einbringen. Nur zuweilen blickte ſie von ihrer Arbeit zu dem Thurm hinüber und bemerkte, in ihre Aufgabe vertieft, den Mann nicht, der ſchon eine Weile ihr über die Mauer hinweg zuſah. Er war durch den Wald gekommen und ſtand, den Arm auf die an dieſer Stelle ſtark zerfallene und zerbröckelnde Mauer geſtützt, ſchweigend in dem Anblick des Mäd⸗ chens verloren. Ihr Geſicht konnte er nicht ſehen, ſie hielt es auf ihr Blatt hinabgebeugt, und die zwiſchen der Bank und der Mauer aufragenden Bäume deckten ſie überdies vor ſeinen forſchenden Blicken. Auch mochte ihn, nach der erſten Ueberraſchung, hier, wo er ver⸗ muthlich Niemand erwartet hatte, eine zeichnende

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