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das ſie vorhin begonnen, zu Ende zu ſingen. Ohne Sträuben willigte Gabriele ein und trat an den Flü⸗ gel. Karl war gern bereit, ſie darauf zu begleiten. Es war eine Schumann'ſche Compoſition; vielleicht noch ergreifender als der ſeelenvolle Vortrag Gabrielens war für ſein muſikaliſches Ohr die Macht des Könnens, die vollendete Technik, die ſich darin ausprägten. Karl wollte eben ſeine Bewunderung für ihren Geſang aus⸗ drücken, als ſie ihren Kopf ein wenig zu ihm hinunter⸗ neigte— ſie ſtand hinter ihm und ſeine Finger irrten noch auf den Taſten— und leiſe, eindringlich fragte: „Sie haben den Becher gekauft?“
Vor allem Kommenden, was geſtaltlos und dunkel aus der Zukunft herüberdrohte, hatte Karl eine ange⸗ borene, beinahe unüberwindliche Furcht; ſtand aber die Gefahr ſichtbar und greifbar, im begrenzten Raum, ihm gegenüber, ſo wußte er ſich zu beherrſchen und muthig— wenn auch mit geſchloſſenen Augen— darauf loszugehen.
„Ja“, entgegnete er ruhig und leiſe.
Da Cäcilie mit ihrer Mutter jetzt herantrat, ver⸗ bot ſich jedes weitere Geflüſter. Nicht einmal beim Abſchiede war es möglich, ein geheimes Zeichen oder Wort auszutauſchen, doch glaubte Karl, als ihm Ga⸗ briele wie die anderen Damen die Hand reichte, ein
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