Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
Entstehung
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„Und das Fräulein hat Sie hierher begleitet?“

„Sie wird den Winter in unſerem Hauſe zubrin gen und ſich vielleicht ganz in der Hauptſtadt nieder⸗ laſſen, wenn ſich die Verhältniſſe ihr günſtig erweiſen

ſie will Geſangunterricht geben und in Con⸗ zerten ſingen. Ich denke, lieber Herr Strupp, im Fall wir Beide uns ihrer annehmen...“

„Verehrte Frau, verfügen Sie im Voraus über meinen geringen Einfluß.“

„Sie gelten nicht nur in der Geſellſchaft, ſondern auch bei den Muſikern für einen berufenen Kritiker. Aber da kommt unſer Schützling, er mag ſelbſt ſeine Sache führen.“

Die beiden Mädchen traten Arm in Arm ein; Gabriele war die ſchönere; eine ſchlanke Geſtalt mit dunklen Augen, zu denen die blonden ſchönen, leicht um die Schläfe gewellten Haare in einem eigenthüm⸗ lich reizenden Gegenſatz ſtanden, allein die Farbe ihres Geſichts war bleich, ihre Züge hatten einen ſchwer⸗ müthigen Ausdruck, was ſie mehr als die Freundin als diejenige erſcheinen ließ, die ſich von einem langen Krankenlager erhoben.

„Fräulein Gabriele Oſten“—„Herr Karl Strupp“... Für ihn wenigſtens hatte die Vor⸗ ſtellung keinen Sinn; ſobald er den Namen Gabriele

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