lichen
blei⸗ Züge. unde, unbe⸗
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ſchreiblichen Ausdruck, in dem zugleich Frage, Freude und Erſchrecken lag. Eben wollte er eine Anrede ſtam⸗ meln, ein„Verzeihen Sie, mein Fräulein!“ oder der⸗ gleichen, da war ſie von ihm fortgedrängt worden; einer der im Laden beſchäftigten Diener, der den reichen Bankier Karl Strupp erkannt, hatte ihm die Thüre geöffnet. In Karl's Seele kämpften zwei Triebe; der eine hielt ihn feſt, um die Gelegenheit zum Kauf des Bechers zu benutzen, den vielleicht ſchon morgen ein Anderer im Beſitz nahm; dagegen rief eine Stimme in ihm: Laſſe dies ſchwarzgekleidete Mädchen dir nicht wieder entſchwinden, eile ihr nach, ſprich ſie an. Er wäre nicht Karl Strupp geweſen, wenn nicht zuletzt die Trägheit und das Gefühl des Gewiſſen gegenüber dem Ungewiſſen und Abenteuerlichen, das ihn mit ſich fortzureißen drohte, geſiegt hätten. Er blieb im Laden, länger, als er urſprünglich gewollt, ungeduldig und zerſtreut und ſich immer von Neuem aufhaltend. So viel Kaufmann war er bei alledem, um den Juwelier ſeine Begierde nach dem Becher nicht ſchon auf der Schwelle merken zu laſſen. Erſt nach dem Ankauf einiger Kleinigkeiten kam er auf denſelben zu ſprechen; nach ſeiner Anſicht erhielt er das ſeltene, koſtbare Kunſtwerk für einen mäßigen Preis.
„Sind Sie ſchon längere Zeit im Beſitz dieſer Ar⸗
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