Teil eines Werkes 
1. Bd. (1874)
Entstehung
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fünfzehnten Jahrhunderts zur Schau gebracht. Der junge Kaufherr hatte eine Vorliebe für ſolche Arbeiten, er beſaß eine kleine, aber erleſene Sammlung derſelben und galt im Kreiſe ſeiner Bekannten für einen großen Kunſtkenner. Nichts war natürlicher, als daß der Becher ihm ins Auge ſtach und die Begierde des Sammlers erweckte. Aufmerkſam betrachtete er ihn und überlegte in Gedanken den Kaufſchilling, den ihm der Juwelier dafür abfordern würde, theilnahmlos gegen ſeine Umgebung. Plötzlich ſtreifte etwas ſeine Schulter, es war ein Frauenſchleier, den der Wind bewegte. Dicht neben ihm ſtand eine Frauengeſtalt in dunkler Kleidung, das Geſicht beinahe an die Spiegel⸗ ſcheiben gedrückt, die Augen gerade wie er auf den Becher gerichtet. Indeß, das mochte eine Täuſchung ſeiner Phantaſie ſein. Aber indem er ſich zur Seite wandte, um die Thüre des Ladens zu erreichen er war nun ſchon entſchloſſen den Becher um jeden Preis zu erſtehen kehrte ſie das Antlitz ihm zu. Das blendende Licht der Lampen, die außerhalb des Schau⸗ fenſters angebracht waren, um die darin befindlichen Gegenſtände deſto heller zu beleuchten, traf ihre blei⸗ chen, krankhaften, aber in ihren Linien ſchönen Züge. Beide ſtarrten ſich an; Karl ſie mit offenem Munde,

wie eine Wundererſcheinung; ſie ihn mit einem unbe⸗

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