Es geſchieht mir recht, warum miſchte ich mich in den Streit zweier verliebten Närrinnen? Peſt, da iſt die eine! Zerreißt euern Adonis, zerreißt ihn“...
Weiter konnte er nicht ſprechen, der Schmerz war ſtärker, als er. An Rettung war nicht zu denken, die Spitze des Degens hatte die Bruſt getroffen.
Vornüber geneigt, das ſtarre Auge auf den Ster⸗ benden gerichtet, deſſen Blicke ſich ſchon umflorten, ſtand Marcel, an einen Tiſch ſich haltend, ſchwankend, tau⸗ melnd: der Degen lag in einer Blutlache; ſeiner Wunden nicht achtend, ſah er nur eins: den Tod. Den Tod, den ſeine raſche Hand herbeigeführt. Was iſt Schuld, was Unſchuld? Was Zufall, was vorbe⸗ dachter Wille in ſolchen Thaten? Ueber allem Zweifel und allen Klügeleien war dieß gewiß: Er hatte jenen Mann getödtet. O Liebe, Jugend, unſchuldiger Traum des Glücks, mußtet ihr damit enden, mit dieſem Schau⸗ ſpiel des Grauens?
Der Ruf:„Er iſt zu Tode getroffen, er ſtirbt!“ hatte Marie aus ihrer Betäubung erweckt. Das Ge⸗ ſchrei, die entſetzten Geſichter der Diener des Hauſes, die nun herbeikamen, theils aus Neugierde, theils zur Dienſtleiſtung, genügten, ihr Alles wieder in die Er⸗ innerung zurückzurufen, was ihrer Ohnmacht vorange⸗ gangen. Sie ſtürzte nach dem Gemach. Mit ausge⸗
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