Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

190

Zimmer waren, begann der regelmäßige Kampf. Bei dem Geklirr der Degen war die Geſellſchaft die Freunde Lambert's, der Zeuge Marcel's, welche dieſen Ausgang nicht befürchtet hatten die Stiege hinab geeilt und bildete im halbdunkeln Gange eine ebenſo erſchreckte wie aufmerkſame Zuſchauerſchaar. Durch die Scheiben des Gemachs fiel der Mittagsſonnenſchein, und der mattgelbe Streifen, den er auf die Dielen des Fußbodens abzeichnete, trennte die Fechtenden wie eine Schranke von einander. Noch hatte keiner einen Vortheil über den andern errungen, Marcel's jugend⸗ liche Kraft und Kühnheit kämpfte mit der Kunſt und Uebung des Chevalier. Bald ſprang er vor, bald zurück, bald ſuchte er mit einem Stoß die Bruſt des Gegners zu treffen, bald ihn zu unterlaufen und ſo zu Fall zu bringen. In ſeinem Ausfall wie in ſeinem Rückzug war etwas Blitzartiges, den Feind Verwirren⸗ des; hatte es Marcel mit einem Menſchen oder mit einem Schatten zu thun? Bei einer Wendung, die der Chevalier machte, glaubte der Vicomte endlich ſeine Gelegenheit des Glückes gekommen und ſtieß heftig zu: aber ſein Stoß ging in die leere Luft, und der Degen des Chevalier drang ihm in die Seite. Ein breiter Blutſtrom quoll aus der Wunde.

Oh! grinſte Lambert.Das hat die Frau

.,