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Der Vicomte von Montjoye und die arme Schauſpie⸗ lerin Gauſſin können ſich hienieden nicht dauernd an⸗ gehören. Geſetze und Sitten verbieten es. Muß ich klug für Sie ſein, Marcel? Längſt wird Ihr Vater die ebenbürtige Gemahlin für Sie gefunden haben..“
„Nie! Nie! Er komme und entreiße Dich meinen Armen!“
„Und Du wirſt Dich doch bezwingen müſſen,“ flüſterte ſie unter Thränen.
Da erſcholl Lambert's ſpöttiſches kurzes Gelächter, ſie hatten das Aufgehen der Thür überhört.
„Tragt den Wein nach oben“, rief er den Kopf nach der Hausflur zurückwendend den Dienern zu. „Alles in Ordnung!“ Erſt dann nahte er ſich den Liebenden.„Mademoiſelle Gauſſin, ich heiße Sie will⸗ kommen! Ich war ſonſt ſtolz auf die Schnelligkeit meines Pferdes, aber die Tauben der Venus, die Sie hergeführt, haben den Vorſprung vor mir gewonnen. Herr Vicomte von Montjoye, Entſchuldigung, wenn ich Sie habe warten laſſen. Ich kam mit einem Bagage⸗ wagen. Reichen wir uns die Hände, Vicomte; Made⸗ moiſelle, ſegnen Sie dieſen Bund! Setzen wir uns zu Tiſche!“
Er ſprach das Alles mit einer ſolchen Geſchwin⸗ digkeit, einer ſo ſelbſtgewiſſen überlegenen Citelkeit, daß


