Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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nach ihrer Mündigkeitserklärung, ſich in dieſer Hinſicht entſcheiden. Gründe genug für Viktor, bis zu dieſem Zeitpunkt in der unmittelbaren Nähe des ſchönen

Mädchens zu weilen.

Dieſe Ueberlegungen hatten ihn dazu gebracht, aus dem Dienſt zu ſcheiden. Nicht ſo klar und beſtimmt, aber darum nicht weniger mächtig, hatte ein Unbe⸗ wußtes ihn geleitet: die Rückſicht auf den alten Weß⸗ bach, die Hoffnung, die halb verſcherzte Gunſt des Greiſes im näheren Umgang wieder zu gewinnen. Gerade aber, als Viktor auf dem Gute ſeines Vaters ankam, hatte Weßbach auf den Rath der Aerzte die Gegend verlaſſen und war, des milderen Klima's wegen, nach Algier gegangen. Nach ſeiner Rückkehr war er noch zurückhaltender gegen Viktor, mürriſcher und grämlicher durch Alter und Krankheit, als je zuvor. Er ſtarb in den Armen Helenens. Der Tag der Cröffnung ſeines

Teſtaments war ein Tag der Verwunderung, des Kopf⸗

ſchüttelns, des Unwillens für Alle. Ein Mann, deſſen Name nie in der Landſchaft gehört worden, ging als der Univerſalerbe daraus hervor: Etienne Gérard. Das warzder letzte, ſtärkſte Schickſalsſ ſchlag geweſen der Viktor's ehrgeizige Hoffnungen getroffen. Ein dunk⸗ les Daſein, in untergeordneter Stellung, in Armuth. oder in Abhängigkeit von Andern ſchien ihm beſchieden