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mundſchaft, ſo bei Lebzeiten von Helenens Mutter wie nach dem Tode der edeln Frau, mit tadelloſer Uneigen⸗ nützigkeit geführt. Nicht nur, daß er ſich ſelbſt jede Einwirkung auf die Entſcheidung ſeines Mündels, hin⸗ ſichtlich ihrer Verbindung mit Viktor, verſagt: auch ſeinem Sohn war er in der Werbung um die Liebe ſeiner Couſine eher hinderlich als fördernd entgegen getreten.„Wenn Helene Dir nicht ihre volle, freie Zuneigung ſchenkt,“ ſagte er ihm,„werden wir bei unſerer Armuth nie dem Vorwurf entgehen, auf un⸗ würdige Weiſe den Willen des reichen Mädchens zu unſern Gunſten gebeugt zu haben.“ So war dieſe Verbindung, die aus den beiden jungen Leuten, wenn Helenens Vater noch gelebt, längſt ein glückliches Paar gemacht hätte, in der Schwebe geblieben: ja noch mehr, das wunderliche Verhältniß, in dem ſie zu einander ſtanden, verſchärfte die Verſchiedenheit ihrer Charak⸗ tere, und ehe ſie es ahnten, öffnete ſich zwiſchen ihnen eine weite, trennende Kluft.
Und doch war jetzt durch eine Reihe von Zufällen die Liebe Helenens, eine Heirath mit ihr die letzte Aus⸗ ſicht Viktor's auf dem Meer des Lebens geworden. Schlug auch ſie ihm fehl, ſo lag nichts vor ihm, als eine beſchwerliche, mühſelige Fahrt, auf ärmlichem Schiff, nach geringen Zielen! Er bewirthſchaftete jetzt


