Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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das kleine Gut, das ſein Vater aus dem Schiffbruch ihres Vermögens gerettet, theils, weil der Vater auf Helenens Bitte die Verwaltung ihrer Beſitzungen ganz in die Hand genommen hatte, theils, um die Land⸗ wirthſchaft praktiſch zu erlernen. Vor zwei Jahren noch war Viktor nichts weniger als ein ſorgengeplagter Landwirth geweſen; damals gab es in der nahgelegenen großen rheiniſchen Feſtung, die auf ſteilem Felſen ge⸗ legen über Rhein und Moſel ſtolz und ſchützend dahin⸗ ſchaut, keinen liebenswürdigeren und tüchtigeren Offi⸗ zier, keinen Mann von feinerem Weſen und Anſtand, als ihn. Widerſtrebend nur hatte man ihm die Ent⸗ laſſung bewilligt, um die er gebeten; ungern verlor das Regiment einen ſo begabten jungen Offizier. Die verſchiedenſten Gerüchte ſuchten Viktor's Schritt zu er⸗ klären; die Meiſten kamen überein, daß ſeine Verhei⸗ rathung mit ſeiner Couſine die Löſung des Räthſels ſein werde. Aber nicht Helene, nicht ihr Beſitz, ein Anderes hatte Viktor's Willen trotz ſeiner Neigung für den Soldatenſtand beſtimmt. Nie hatte das Vermögen ſeines Vaters ausgereicht, ihn in dieſer koſtſpieligen Laufbahn zu erhalten, die durch die ariſtokratiſchen Neigungen und eine bis zur Verſchwendung gehende Großmuth und Freigebigkeit Viktor's noch koſtſpieliger wurde; allein zunächſt hatte der Oheim in ſeinem Teſta⸗